Sinfonie

Glaube

Dezember 3, 2007 · Kommentar schreiben

Jetzt bin ich hier also gelandet. Ich habe die Brücken zum alten Leben abgebaut. Ich muss neu anfangen und doch sind noch viele alte Verhaltensmuster, die ich nicht ablegen kann. Ich drehe mich noch immer im Kreis. Wird das je aufhören? Ich bin so verunsichert, brauche andauernd Bestätigungen um dann eine pipikleine Entscheidung zu treffen. Ich bin impulsiv und habe dadurch zuvor viele falsche Entscheidungen getroffen oder nicht wiedergutzumachendes Unheil gebracht und jetzt? Jetzt kann ich nicht mal eine Entscheidung treffen ohne tausend Pro’s und Contra’s abzuwegen. Das könnte ich stundenlang, es könnte stundenlang so gehen, bis ich ganz irre werd’ im Kopf. Ein ängstliches kleines Ding steckt da in meinem Kopf.

Auf meinem Pfad des „Neue Freundschaften“ schließen, bin ich ja schon über einige Löcher und Steine gestolpert und oft frage ich mich warum ich diesen Weg denn überhaupt beschreite? Ich könnte mich auch zuhause verkriechen! Wer braucht schon Freunde? Ich habe 2 Kinder, meine Familie, einen Freund der manchmal für eine „beste Freundin“ herhalten muss und sich mein Gejammer/Frust/Sorgen einen ganzen Tag lang anhören darf…das sollte wohl reichen? Ich sollte mir selbst genügen. Ich hab doch alles was ich brauche….Und doch wenn man weiß wie schön es ist und wie gut es ist, zu wissen dass man einen Menschen hat, mit dem einem soviel verbindet und der dich versteht, egal wie ungeschickt du dich ausdrückt, der ganz genauso weiß was du magst (besser als die eigene Familie, der Partner) und dem manches vielleicht genauso wichtig ist wie dir selbst und du kannst es dann mit ihm teilen, du kannst ganz offen sein und du musst nicht immer stark sein, kannst dich mal daneben benehmen und dich fallen lassen, ohne gleich dein Gesicht zu verlieren.

Das und vieles mehr, was ich trotz allem was mit meinen Freundinnen war…Vermisse ich und obwohl ich versuche neue Wege zu gehen und mich zu öffnen und zu vertrauen und dem Ganzen „Neuen“ Zeit zu geben, empfinde ich nichts dabei. Ich bin was Freundschaften angeht, irgendwie leer. Vielleicht liegt es daran, dass ich all die Jahre soviel gegeben habe, mich ausgepowert habe, dass einfach nichts mehr da ist. Wenn ich so mit meinen neuen Freunden da sitze und sie mir sagen, wie nett ich bin und wie toll ich gewisse Sachen mache, dann kann ich es nicht wirklich annehmen. Mir kommt vor, sie reden über jemand anders. Ich fühle irgendwie nichts dabei, ich denke mir dann nur: was mache ich mir hier vor? Ich kann keinem Menschen mehr glauben. Jeder redet soviel, soviel Schönreden und Heucheln und Gefühlsduselein und wenn es drauf ankommt, sitz ich immer alleine da. Und ich sehe soviele Ähnlichkeiten mit meinen alten Freundinnen. Alle sind sie nur mit ihren Problemen und mit ihrem Leben beschäftigt, reden ständig von sich selbst, hören nicht wirklich zu, nicht nicht wirklich interessiert. Ist Euch schon mal aufgefallen wie viele Menschen NICHT zu hören? KEIN ECHTES Interesse haben? Seit dem ich weiß, wie dann alle im O-Ton reagieren (Körpersprache), bin ich verplüfft wie VIELE von der ART mir über den Weg laufen! Und das will ich nicht mehr, diese Art Mensch will ich nicht mehr. Das habe ich hinter mir. Ich habe mich verausgabt und nichts bekommen. Mir Sorgen und Nöte angehört, mich gefreut, geholfen, beigestanden, beschenkt, gegeben, immer treu und ergeben, an mir gearbeitet und was hatte von meinen Bemühungen?

Eine Schulfreundin mit der ich vorkurzem auch noch ganz dick befreundet war – Status Quo? Keine Ahnung, Kein Kontakt – hat mir NIE etwas zum Geburtstag geschenkt. Nicht mal eine Karte, irgendeine Kleinigkeit wo sie mir ihre Zuneigung/Wertschätzung zeigt. Nichts. Jahrelang hab ich nichts gesagt, obwohl es mich bedrückt hat und nach über 10 Jahren (da sieht man wie gestört ich bin) hatte ich es dann geschafft, ihr DAS zu sagen! Natürlich hat sie es umgehauen, dass ich auf einmal damit ankomme. Aber irgendwann als wir wieder zueinander gefunden und uns ausgesprochen hatten, sagte sie mir, sie dachte egal was sie mir schenken würde „es wäre nicht gut genug“. Ziemlich gestört. Aber irgendwie kann ich es zu 50% nachvollziehen. Jemand der soviel wie ich gegeben hat, was kann man dem schon schenken, dass es damit mithalten könnte? Es wäre wohl immer zuwenig. Wie gesagt, irgendwie kann ich es verstehen, trotzdem hätte sie es doch einfach tun sollen anstatt GAR NICHTS. Oder lieg ich da falsch? Ziemlich bequeme Einstellung, wie ich finde!

Wie ich schon sagte, auch  mit der liegt es im Argen. Alle alten Freundschaften sind scheinbar auf Sand gebaut und natürlich ist klar, dass ich auch hier ein Gutes Stück dazu beigetragen habe.

Ich bin aus diesem Alptraum aufgewacht und er dauert noch an. Ich will nicht im Alptraum vom Alptraum aufwachen, ich will im echten Leben aufwachen und sehen, dass doch noch alles seine Richtigkeit hat. Ich will mich nicht mehr komisch fühlen, ich will wieder fühlen und denken können wie früher und dann will ich es ja doch nicht, denn dadurch bin ich ja jetzt hier angekommen….ich will nicht mehr das Gefühl haben, allein (gelassen) zu sein. Ich würde gerne ohne Freundschaft, ohne Freundin auskommen, aber mir fehlt dieser Draht. Mir fehlt diese Tiefe. Die Kinder und mein Freund können das nicht kompensieren. Es funktioniert nicht und das sollte auch nicht so sein.

Warum kann ich mich mit allem wie es in meinen Leben ist nicht zufrieden geben? Warum MEHR wollen? Warum kann ich meine Wünsche, Träume – eigentlich Ziele, nicht einfach begraben. Warum kann ich nicht irgendeinen 5 Tage Bürojob machen und 1 bis 2 mal im Jahr auf Urlaub fahren? Warum ist mir das nicht genug? Ist das so schlimm? Viele Menschen leben so ihr Leben. Sie mögen ihr Job, manche lieben ihren Job und abends wenn sie zuhause sind, sind sie glücklich. Keine Karriere, kein Berühmtwerdenwollen, keine hochgestochenen Erwartungen. Ein gutes Buch, ein schönes Konzert, ein toller Urlaub, das sind die Dinge, die sie erfüllen – mal von der Familie/Partner abgesehen. Warum klappt das bei mir nicht? Warum kann ich DAS nicht leben? Ich habe es jahrelang versucht und dafür hasse ich mich. DAS ist nunmal nicht mein Leben, das bin nicht ich. Ich habe andere Vorstellungen und ich habe nunmal den Drang mich zu entfalten und etwas für mich und andere zu schaffen. Ich habe es geschafft, ein Leben zu führen, dass nicht meines ist…aber ich schaffe es nicht, mein Leben so zu führen wie ich es für richtig halte. Ich schaffe es nicht, gegen die Allgemeine Meinung-die Familie-die Gesellschaft (im kleinen) – stand zu halten. Beim geringsten Widerstand gebe ich auf. Ich habe solche Angst zu versagen, dass mir ihre „Bedenken“ nur gerade Recht kommen. Wann habe ich endlich den Mut „ES“ ganz durch zu ziehen? Ich bin vom meinem Traum so weit entfernt wie schon lange nicht mehr. Ich studiere etwas, dass mich interessiert, aber nicht erfüllt. Ich mache es jetzt eben und doch wäre ich liebe wo anders.

Glaube…Ich glaube nicht an mich selbst. Ich bin ein Versager – das ist das, was ich glaube. Ich habe bei meinen Freundinnen in jeder Hinsicht versagt, im Berufsleben und in meiner Beziehung. Vieles ist kaputt oder zerrüttet und ich habe kaum noch Kraft wieder aufzubauen. Ich resigniere. Ich schaue nur noch zu. Dinge die ich verändern und kontrollieren kann, da kann ich noch Energie aufbringen. Aber auch hier schleicht sich langsam aber sicher das Versagen ein. Manchmal denke ich, wird alles einbrechen. Alles auf mich einstürzen und nichts kann ich dann man mehr kaschieren. Ich stehe resolut da und bin doch gebrochen. Alles woran ich mal geglaubt habe, alles was mir mal wichtig war – da habe ich versagt.

versagt

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to get an email from the ex..

Dezember 3, 2007 · Kommentar schreiben

Bei diesem Exemplar handelt es sich um die 25 Jahre Freundschaft. Zusammen in den Kindergarten gegangen, WG Leben mit 15, Bruch mit 18/Riesenkrach - 3 Jahre kein Kontakt und dann wieder ganz dick. Tja, die klassische Geschichte. Wir sind zusammen aufgewachsen, wir waren/sind Blutsgeschwister – ja diese Zeremonie haben wir wirklich hinter uns – und kein Mensch war/ist mir so nah wie sie. So eine Freundschaft zu beenden macht man nicht leichtfertig, man macht es unter Umständen GAR NICHT, weil doch eine tiefe Verbindung da ist. Aber ich konnte nicht anders. Ich habe wirlich alles versucht und mein Bestes gegeben, aber irgendwann konnte ich nicht mehr soviel geben und wollte es auch nicht. Sie ist besitzergreifend und neigt zu Eifersucht. D.h. nicht nur Eifersucht, weil ich angeblich schöner als sie, dünner als sie, mehr Chancen im Leben als sie, mehr Chancen bei Männern als sie, mehr erreicht im Leben als sie…und so weiter…eine endlos lange Liste. Was soll ich da tun? Ich habe versucht ihr klar zu machen, dass sie ein verzerrtes Selbstbildnis hat, Selbsthass usw. und es nun wirklich nicht so ist, dass ich PERFEKT bin und sie dagegen eine Unzulänglichkeit. Irgendwann hört man sich selber reden und muss einsehen, dass sie dieses Problem nur selbst lösen kann. Aber es ist auch eine destruktive Energie in einer Freundschaft. Man redet zwar nicht mehr darüber, aber man sieht die neidvollen Blicke und muss es verdrängen. Ich wollte immer Gleichstand. Das sich meine Freundin wirklich – echt – freut wenn es mir gut geht oder wenn ich einen Erfolg verbuchen konnte. Das hat nie wirklich so geklappt. Sie konnte das irgendwie nicht. Sie arbeitete ständig gegen mich und machte mich bei Leuten schlecht, für ihre eigenen Zwecke. Wir waren alle in dieser großen Szene. Szenen gibts ja überall. Ob man nun viele Menschen um sich hat, mit denen Dich das -blöde Beispiel - Eislaufen verbindet. Und man geht zusammen eislaufen, probiert zusammen neue Figuren aus usw. Obwohl es andere Bekannte in meinen Leben gab, die darüber gelacht haben und meinte, ja DU und DEINE Leute…aber selbst waren sie in irgendeiner Gruppierung ob in der Arbeit oder Privat, irgendein Club, irgendein Verein, irgendeine Freizeitgestaltung, irgendetwas was verbindet und es ist nunmal so…es gibt da eine Hierarchie und Typen. Darüber könnte ich ein Buch schreiben! Ich habe mich auch von meinen Leuten getrennt. Es war unaufhaltsam. „Sie“ war ja schon fest integriert und hatte auch schon fleißig bei meinen Leuten intigriert. Es wurde nur noch gestritten. Viele wußten total intime Sachen, die sie einfach – so zur Unterhaltung – weiter erzählte, darüber mit anderen lachte. Natürlich wurde ich dann darauf angesprochen. Also Vertrauen schon mal weg! Dann hatte ein Freund von mir die Idee eine Zeitung rauszubringen, ich und ein paar andere machten mit. Es machte Spaß, „Sie“ wollte auch unbedingt, also verschaffte ich ihr eine Stelle. Schlußendlich, stieg ich wegen ihr aus. Mobbing aller erster Klasse, was sich aber erst später herausstellte. Ich dachte, unüberbrückbare Differenzen mit meinem Chef, der mal ein Freund war, aber es war anders als ich dachte. Ich wurde dann ausgetauscht. „Sie“, die dann schon ganz dick mit dem Chef war, gab die Stelle einer alten -neuen-Freundin, mit der sie auch 2 Jahre kein Wort mehr verloren hatte. Und wer hat interveniert? Die Beiden wieder zusammen gebracht? Na, ICH natürlich. Mein Typ war mit Zeit nicht mehr gefragt. Die Andere wurde Ihre beste Freundin. Natürlich hätte sie das nicht gesagt, denn es wird nicht gerankt :) – aber ich war eine Klasse tiefer gerutscht. Die Andere, war auch keine Konkurrenz, wollte auch nichts von Männern da you know, hatte ein Auto und chauffierte Madame um jede Uhrzeit wohin sie wollte. Mit „der Anderen“ war ich auch sehr gut befreundet, kennen uns auch schon zig Jahre, also hatte ich nicht wirklich ein Problem damit, ich nahm es zur Kenntnis. Es war ein Phänomen, dass „SIE“ alle um den Finger wickeln konnte. Man legte sich ins Zeug für „Sie“, „Sie“ hatte für ihre Unverschämtheiten immer einen Bonus, eine neue Chance, ein „Du weißt ja wie sie ist, aber wir lieben sie ja trotzdem“, jeder wollte ihr Freund sein und sie hat viele Freunde. Zuviele wie ich immer dachte. Jedenfalls waren wir irgendwann wieder das alte 4er Gespann und Ärger war vorprogrammiert. Ich mit den Kindern, der Job, die Uni und auch noch eine Beziehung – die anderen fast ausnahmslos SINGLES – hatte nicht soviel Zeit. Musste oft absagen, man kam mir auch kaum entgegen. Keiner kam mich besuchen, ich musste lange Wegstrecken hinlegen um sie zu sehen oder die Nächte in Lokalen verbringen in denen nicht viel Worte gewechselt wurden und die Musik oder die Leute nicht mein Fall waren. Oft war ich einfach müde, vom Tag, vom Leben, aber wer fragte mich schon? Wir sind jung, schau was das Leben bereithällt, jetzt sei nicht so, genieße das Leben, habe Spaß, geh doch auch mal tanzen…ja ja ja…schon gut, aber wenn ich meine Freundinnen sehen will, dann will ich mir nicht immer einen Wegknallen oder gleichzeitig meine kostbare Zeit mit oberflächlichen Modetussis verbringen die nichts können außer COOL, HIPP und TRENDY zu sein. Welche Frisur, welche Klamotten, welche Band ist gerade angesagt? Jessas, diese Sorgen möchte ich haben. 5 Tage Arbeiten, unter der Woche fortgehen, mit nem Kater in die Arbeit, Freitag Wochenende=klamotten für den Diskoabend einkaufen, Mädels einladen, zusammen aufbrezeln, dazwischen 30 GinTonics köpfen und aaaaab in die Disko. ja ist doch schön, aber das hab ich hinter mir!!! Ich habe 2 Kinder und ich bin nicht mehr 20. Hie und da, mach ich sowas mal gerne, aber nicht jeden Freitag/Samstag!!! Ich habe es eine zeitlang versucht, mit zu halten, aber irgendwann konnte ich nicht mehr. Mein Freund flippte aus – „Du gehst ja nur noch fort. Du gehst mir sicher fremd. Du solltest dich mal lieber um den Haushalt und die Kinder kümmern.“ Es wurde mir zu anstrengend und ich kam mir langsam ALT vor. Obwohl ich noch jung bin, kam mir das langsam aber sicher lächerlich vor. PEINLICH einfach peinlich. Was mache ich da?? Wenn ich meine Freundinnen sehen will, muss ich immer nach deren Pfeife tanzen? Nächte in irgendwelchen Spelunken verbringen, wobei sie dann mit mir kaum ein Wort wechseln, weil auf MÄNNERFANG und tausend Bekannte mit denen man ja kurz mal ein paar Worte wechseln muss? Ich kannte sie ja alle schon….Man traf ja immer dieselben und die hatten kaum was Neues zu erzählen. Mein Freund sagte mal, „Süße, wenn du in 10 Jahren nochmal diese Lokalitäten aufsuchst, wirst du sicher noch viele von denen Treffen, mit 40 werden die noch genau dasselbe armselige Leben führen wie heute! Du verpasst nichts, wenn du mal einen Abend oder viele Abende daheim verbringst. Du kannst diese Leute jederzeit wieder sehen. Die werden immer da sein und die werden sich freuen, wenn sie dich wiedersehen :) „. Ja und er hat Recht. Ich bin nun seit 3 Jahren kaum noch unterwegs mit meiner alten Clique und seit 1 Jahr praktisch überhaupt nicht mehr. Die Tratschgeschichten sind immer noch dieselben. Die Leute sind immer noch diesselben. Alles wie immer. Ich habe nichts verpasst. Aber trotzdem verbindet uns alle eben etwas. Man kennt einander schon ewig und man freut sich trotzdem wenn man sich mal wieder über den Weg läuft. Aber wieder so ein richtiges Mitglied in der Szene möchte ich nicht mehr sein. Es ist zu anstrengend, man steht irgendwie dauernd unter Druck. Alles wird beäugt was man tut. Ich will so leben, wie ich es für richtig halte und mich frei entfalten können.

Wieder zurück zu „ihr“. „Sie“ kam durch mich in die Clique rein. Das ich überhaupt so einen Satz schreibe, grenzt schon an Wahnsinn :) – Ja, es wirklich so wie in diesen Hollywood-High School-Filmen -schrecklich!!! Ja jedenfalls, ist „Sie“ drin und will „aufsteigen“ in der Hierarchie des Szenedaseins. Langsam aber sicher mobbt sie mich raus – wofür ich ihr allerdings fast dankbar sein muss – und unsere Freundschaft geht ein für alle Mal zu Bruch.

Nicht nur, dass sie mich in all den Jahren um jede erdenkliche Uhrzeit anrufen durfte um mich voll zu jammern (ich habe es ihr ja tausendmal angeboten!!), meine ihr anvertrauten Geheimnisse anderen Männern erzählte um jegliches mögliche Interesse an mir mal gleich auszulöschen- denn sie war ja schon sehr verzweifelter Single – nein, sie machte mich überall hinter meinem Rücken schlecht, aber sagte es mir nicht ins Gesicht, heuchelte mir Freundschaft vor, obwohl sie mich mehr hasste usw. eine Hassliebe, die ich nicht mehr ertragen konnte.

Schon gegen Ende unserer Freundschaft, verletzte sie mich auf sehr brutale Weise. Ja, wirklich. Mit lauter alten Sachen aus unserer Kindheit, wie ich mal war, wie ich sie im Stich gelassen hatte usw. und jetzt wo ich heule, sie kein Mitleid mit mir habe, da sie ja damals mit 18 auch geheult hatte….usw. für einen Aussenstehenden ist das Ganze natürlich nur Kraut und Rüben, nicht zu verstehen, aber es ist zu kompliziert um es zu erzählen.

Mir war klar, dieser Mensch tut mir nicht gut. „Sie“ zieht mich runter. „Ihr“ geht es besser, wenn es mir schlecht geht. Jemand der sich selbst nicht lieben kann, der keine Beziehung zu einem Mann aufbauen kann – das kriegt sie bis heute nicht hin – wie kann der mir ein Freund sein? „Sie“ hat soviele Probleme mit sich selbst und ich kann nicht immer der Prellbock dafür sein. Ich kann nicht „ihre“ Schläge einkassieren. Ich habe mit mir selbst schon genug zu tun, ich kann auch nicht noch „ihre“ Probleme austragen.

Tja und dann irgendwann war es geschehen. Beim 2ten Anlauf hatte ich es geschafft und mich von ihr gelöst. Es war sehr sehr schwer und ich habe es heute noch nicht ganz verdaut, weil sie mir so nah war/ist und ich leider nichts daran ändern kann. Ich kann mich nur selbst beschützen und muss NEIN zu einer Freundschaft sagen. Ich kann ihr nicht vertrauen und sie kann ohnehin niemanden trauen. Natürlich kamen wieder Versuche ihrerseits, damit wir wieder ganz dick sind, aber das kenn ich ja schon…irgendwann wäre es wieder WIE IMMER…und nochmals will ich nicht so verletzt und hintergangen werden.

Und nachdem die anderen 2 auch mit drin hingen und bereits gegen mich waren, war mit einem Wisch alles weg :) . Ich hatte mich aus dem ganzen befreit und jetzt bin an diesem Punkt angelangt.

Ich habe ihr letzten Monat zum 30er gratuliert. Egal was war,  dass musste eben einfach sein und ich hoffte, sie würde sich nichts erhoffen. ABER klar, es entstand ein reger Mailverkehr. Gestern eben meinte sie, dass sie mich auf einem Konzert vermisst hätte usw. und ich schrieb ihr dann zurück, dass ich sie immer noch lieb habe und eben durch unser „zusammen aufwachsen“ eine ganz tiefe Verbindung zueinander haben, ich mir aber nicht vorstellen kann, dass wir jemals wieder eine Freundschaft miteinander aufbauen können.

Und das sagte ich ohne Groll und ohne Wehmut. Ich fühlte mich gut dabei, so ehrlich zu sein und den Mut trotzallem noch Gefühl zu zeigen und das zu sagen. Ohne „jetzt habe ich mich wieder hinreissen lassen. jetzt weiß sie, dass sie mir doch nicht egal ist. jetzt bin ich wieder die schwache.“ usw. Nein, ich konnte ihr das so offen und klar sagen und war wirklich froh darüber. Langsam mache ich Fortschritte, langsam kann ich wirklich innerlich abschließen. Es wird natürlich noch einige Zeit dauernd, aber es wird schon.

Zu den anderen 2 habe ich keinerlei Kontakt mehr, sie bemühen sich auch nicht darum. Was mich wiederrum bestätigt, wieviel ich „Ihnen“ wert war. Die Leben ihr Leben einfach weiter, ich habe darin nie eine große Rolle gespielt. „Sie“ hingegen schon, es drehte sich in Wahrheit immer nur um „Sie“, da konnte ich getrost geopfert werden. Tja, sollen sie die 2 um die Gunst von „Ihr“ reissen, ich bin ausgestiegen. Ich habe auch mindest Anforderungen/Selbstverständlichkeiten in einer Freundschaft, wenn ich das mal so hart ausdrücken darf.

Danke, dass es soweit gekommen ist, dass ich endlich auch aufstehen und sagen konnte „wer sagt das nur ich geben muss“. Ich dachte immer, Freundschaften muss man sich verdienen, hart erarbeiten und ich habe hart gearbeitet und immer mich reflektiert, welche Fehler ich gemacht habe und was ich verändern muss, damit die Freundschaft noch besser funktioniert. Irgendwann war mir gar nicht mehr klar, dass man mich doch auch „meiner Selbstwillen“ mögen kann? Und nicht nur weil ich eine super Freundin bin. Ich bin es wert und ich bin liebenswert.

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Mein Weekend oder auch I love NY

Dezember 3, 2007 · Kommentar schreiben

Ja, ich liebe New York, wenn ich auch noch nie dort war. Irgendwann möchte ich es, meine bisherigen Pläne dorthin zu reisen – mit wem auch immer – sind bis jetzt kläglich gescheitert. Vielleicht sollte ich alleine hinfliegen? Ich hatte mal eine Bekanntschaft (weiblicher Natur) in New York, Peruanerin namens Patricia. Von ihrem jüdischen Lebensgefährten lebt sie mittlerweile getrennt, ach gott sind ja auch schon mehr als 10 jahre vergangen als ich sie das letzte Mal gesehen habe. Adresse+Telefonnummer+Emailadresse haben sich bereits geändert. Was bleibt sind Fotos, Erinnerungen und eine weitere wertvolle Freundschaft, die ich aus Sorglosigkeit und Unachtsamkeit habe sterben lassen. Und wofür, für meine tolle Clique, mein Zuhause, meine Familie :) um dann eben gestern/heute drauf zu kommen, dass diese dicken Freundschaften mich nur ausgelaugt haben. In all den Jahren dachte ich mir, wozu neue Freunde? Ich meine, es ist ja nicht so, dass ich niemanden kennengelernt habe. Ich lerne dauernd neue Leute kennen, bin sehr offen und aufgeschlossen, aber ich habe immer ein gutes Stück Distanz gewahrt. Rein oberflächliche Bekanntschaften. Man trifft sich, man telefoniert ab und an, man fegt zusammen die Tanzfläche und trinkt Schwesternschaft. Ja, that’s it. Mehr war da nie drin, obwohl ich echt nette Menschen kennen gelernt habe. Ich war doch auch immer etwas misstrauisch.

Das hab ich nun davon. Jetzt habe ich keine dicken Freundschaften mehr. Ausser Spesen nichts gewesen. Ich versuche mich in die Gesellschaft zu integrieren, versuche Freundschaften zu schliessen, aber irgendwie empfinde ich nicht viel dabei. Ich bin noch enttäuscht und ernüchtert, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, je wieder eine innige und tiefe Freundschaft mit jemanden aufbauen zu können. Ich kann es wirklich nicht. Meine Ex-Freundschaften hielten mehr als 15 Jahre und länger. Ich bin bald 31, ich kann nicht nochmal 15-20 Jahre investieren. Die Zeit dazu habe ich nicht.

Kurze Pause – mir ist gerade ziemlich übel.

So Airwaves sei Dank, mir gehts langsam besser. Um wieder auf NY zurück zu kommen. Gestern abend war das TV Programm mal wieder unter aller Sau. Einfach zum Vergessen. Nach dem 10 mal durchzappen bin ich dann auf MTV hängen geblieben. „Flavor Flav“ Reunion Show. Das war ja wirklich der Hammer. Diese Ami’s…pff…wie aus einer anderen Welt. Total fernsehgeschädigt! Bei denen spielt sich praktisch das ganze Familienleben/Leben im Fernsehen ab. Die bringen ja auch alle Intimitäten und Familienmitglieder ins Fernsehen. Dank denen haben wir Britt, Geissen und Co. Und die kann ich kaum verdauen. Von den Gerichtssendungen will ich gar nicht erst anfangen.

Ja also New York. Bei Flavor Flav gabs ja diese Irre Selbstdarstellerin namens Tiffany (mein Gott, wer nennt sein Kind Tiffany, das ist doch ein Hundename) aka New York, die kam, reichlich in Echthaarlockenextansions eingemummt, zu dieser Show und alle Ex-Mitstreiterinnen rasteten aus. Es war köstlich. New York bestätigte dass wiederrum in ihrer Gottheit :) und badete in der geschenkten Aufmerksamkeit. Als „Flav“ dann hereinspazierte, war Ms. New York aber wieder nur das Häufchen Elend, dass wir ja kennen. Kurz vorm Flennen und Betteln (take me!!!!! not fat Deelishis), aber sie hat – hochachtung :) – Contenance bewahrt.

Last but not least, bekam Grande Dame ihre eigene Show, plus Villa in pinklila Geschmacklosigkeit und 20 willige Männer, die nur NEW YORK lieben (sollen). Nach einer kurzen Werbepause gings auch schon los. Die VH1 Show I love NY. Flavor of Love ist ne Kindersendung dagegen. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass die Männer noch schräger drauf wären als die Frauen bei Flavor of Love. Aber meine Erwartungen wurden in nur einer Episode und noch dazu der Ersten, weit übertroffen. Ich saß da in meinem Sofa und hatte einen Lachkrampf nach dem Anderen, es war teilweise sooo abartig, dass ich es nicht mehr geschnallt habe. Am besten fand ich „Romance“, der Typ dessen Chihuaha called „Princess“ 3 wochen zuvor gestorben war, und nachdem Tiffany aka New York aka „Princess“ ein Princess Tattoo auf ihrer Brust hatte, war dieser Schwachkopft davon überzeugt, dass es sich hierbei um Schicksal handelt! muhahahaha…er redete von „Zeichen“ und von seinem toten Hündchen und im selben Atemzug von Tiffany aka New York aka aka aka….pfffff….mein Gottchen, das war mehr als ich gestern vertragen konnte.

Aber mitunter das einzige worüber ich dieses Weekend herzhaft lachen konnte. Am Samstag bastelte ich, wie jedes Jahr, unseren Adventkranz. Meine Kids halfen nicht mit, sahen mehr zu und gaben Designtipps. Mein Freund hingegen würdigte das Prachtstück keine 2 minuten. Die Strafe für 3 Tage kein Sex. Ich hatte ihm noch eine Tasche für die Uni besorgt, er borgt sich immer meine aus die er hässlich findet und das treibt mich in den Wahnsinn, da ich selbst studiere und sie just dann wenn ich sie brauche nicht auffindbar ist. Naja. 30,-Euro Eigenkasse natürlich, wieder einmal zum Fenster hinausgeworfen. „Ich wollte eine schlichte SCHWARZE Tasche. Du kaufst mal wieder so einen Mist. Seh’ ich wie ein Briefträger aus? Ein Postmann? Die laufen mit so großen Taschen herum, aber ich doch nicht.“ usw. einen schönen Rucksack hatte ich auch noch gekauft. In dunkelblau – einfärbig – aber er hat ja bereits Rucksäcke (einer hässlicher als der andere und schon ziemlich demoliert). Die Meldungen dazu will ich gar nicht erst wieder geben. Beides habe ich voller Wut in meinen Kasten gehauen und Samstag abend war schon ziemlich im Arsch. Später als wir wieder halb versöhnt waren – man kann ja nicht ewig sauer sein und man muss auch mal ein paar Worte miteinander wechseln, allein schon der Kinder wegen – hat er, als wir zusammen rekapituliert haben, sich NICHT entschuldigt oder dergleichen. Ich sagte dann schon, dass man, auch wenn es einem jetzt nicht supertoll gefällt, es NICHT sagt. Das ist unhöflich. Ich habe schon Schuhe von ihm gekriegt, die mir nicht gefallen haben und sie trotzdem getragen, weil es Geschenk von ihm an mich war, aus Liebe und so…das macht man eben. Aber er nicht. Scheiß auf meine Gefühle….“ach, steck dir doch die Tasche in den Arsch, ich bin doch kein Postmann und Geschenke brauch ich von Dir schon gar nicht. Ich will keine Geschenke. Investiere das Geld lieber in etwas anderes. Du kaufst ja nur noch Müll.“

Sonntag war dann etwas besser. Ich konnte die Nacht von Sa auf So nicht sehr gut schlafen, hatte die Mens gekriegt, Bauch- und Rückenschmerzen, mal wieder Schlaflosigkeit obwohl total müde. Ich bekam ne Mail von einer meiner Ex-Freundinnen :) , dazu schreib ich auch noch was (andere Rubrik), dann bügelte 5 Stunden Wäsche – Kinder – kochen – Essen servieren – Geschirr abwaschen – Ebay – Kinder baden – Gute Nacht Geschichte – tot umfallen.

Mein Weekend. Mein Alltag. Ich habe mir vieles anders vorgestellt, gedacht ich würde es besser hinkriegen. Ich liebe meine Kinder über alles, aber das restliche Haushaltsdasein ist nicht so mein Ding. Ich bin penibel, ich neige zu Putzattacken und großen Desinfektionsmassnahmen, aber nicht jeden Tag.

Ich hoffe, dass ich es noch gebacken kriege, meine Wünsche-Bedürfnisse-Ziele durch zu setzen. Dafür kämpfen, durchstehen, es durchziehen. Ich habe es so oft versucht und irgendwie schaff ich es nicht. Immer klein beigeben, der Kinder (wobei es mehr die Familie ist, die sagt – „dann hast du ja kaum Zeit für Deine Kinder, dass würde ich mir nochmal überlegen“) und des Freundes zuliebe.

Mehr dazu auch noch später….

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